Eine Saison mit Höhen und Tiefen

Fünf Rennwochenenden, elf Rennen und das in knapp zwei Monaten – die Porsche Carrera Cup Deutschland-Saison 2020 hatte es in sich. Für FACH AUTO TECH war die Zielsetzung trotz des engen Zeitplans und der damit verbundenen Herausforderungen klar: jungen Talenten die Chance geben, sich weiterzuentwickeln.

„Wir legen seit jeher grossen Wert auf Nachwuchsförderung“, erklärt Teamchef Alex Fach. „Sicher treten wir an, um Siege und Podestplätze zu erkämpfen, doch dabei soll die Ausbildung der Piloten nicht zu kurz kommen. Das war letztendlich auch unser Ziel im Carrera Cup und sowohl Diego als auch Joey haben ihr Talent immer wieder aufblitzen lassen.“

Im Falle des Carrera Cup hiessen die beiden Youngster von FACH AUTO TECH Diego Bertonelli und Joey Mawson. Beide brachten bereits Porsche-Erfahrung mit zum Rennstall aus Sattel, doch gerade für den Italiener Bertonelli waren viele der Strecken als Rookie in der Meisterschaft Neuland.

Damit die Saison in knapp acht Wochen passte, wurden pro Wochenende zwei bzw. drei Läufe ausgetragen. Einzige Ausnahme war das Highlight im Kalender, der Auftakt im Rahmen der 24 Stunden von Le Mans. Und auch wenn die Saison von Hochs und Tiefs geprägt war, die Formkurve des Teams zeigte nach oben.

Das galt vor allem für Mawson. Mit dem vierten Platz beim Finale in der Motorsport Arena Oschersleben holte der Australier sein bestes Saisonergebnis. Insgesamt sicherte der 24-Jährige acht Top-10-Ergebnisse. „Die Saison war nicht immer einfach. Ich musste einige Rückschläge und Ausfälle hinnehmen. Wir haben aber nicht aufgegeben und bis zum Schluss akribisch gearbeitet. Das wurde zum Finale mit meinem besten Saisonergebnis belohnt.“

Auch Teamkollege Bertonelli hatte in Oschersleben Grund zur Freude: Dank insgesamt neun Podestplätzen in der Klasse, darunter drei Siege, wurde er Dritter in der Rookie-Wertung. Darüber hinaus stand der 22-Jährige auf dem Sachsenring sowie auf dem Lausitzring auf dem Podest der Gesamtwertung. „Das Rennen in der Lausitz war wohl eines der härtesten der Saison. Die Verhältnisse waren alles andere als einfach, umso mehr hat mich das Resultat gefreut.“

„Natürlich hätten wir gern öfter auf dem Podium gestanden“, resümiert Alex Fach am Saisonende. „Die beiden Jungs hätten definitiv das Zeug dazu gehabt, doch wir haben nicht oft genug alles zusammengebracht. Der Markenpokal ist eine sehr harte Serie, dort wird jeder kleine Fehler sofort bestraft. Nichtsdestotrotz haben sich Diego und Joey gut präsentiert.“

Eine Chance, um sein Können zu zeigen, erhielt auch Alexander Fach. Der amtierende GT3 Cup-Champion des Porsche Sports Cup Suisse unterstützte die Schwyzer bei den letzten beiden Rennwochenenden. Seine beste Platzierung schaffte der 18-Jährige am Lausitzring mit dem zwölften Platz. „Ich habe mich unheimlich gefreut, an den beiden Veranstaltungen teilnehmen zu können. Ich habe viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dafür bin ich der Mannschaft und meinen Partnern sehr dankbar!“

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