Kampfstärke und Risikobereitschaft bewiesen

Eines war das Rennwochenende des Porsche Carrera Cup Deutschland in Italien sicher nicht: langweilig. Für FACH AUTO TECH bedeuteten die beiden Läufe am 25. und 26. September auf dem Autodromo Nazionale Monza eine echte Achterbahnfahrt. Neben starken Zweikämpfen und einer Top-5-Platzierung musste das Team aus Sattel auch Rückschläge hinnehmen.

„Die Jungs haben in Monza auf jeden Fall Kampfstärke bewiesen“, resümiert Teamchef Alex Fach. „Die Rennen waren alles andere als einfach, viele Kontakte machten es uns nicht leicht, Positionen gutzumachen. Der fünfte Rang am Samstag war daher ein Resultat, mit dem wir zufrieden sein können.“

Vor allem im Samstagslauf sorgte das FACH AUTO TECH-Trio für allerhand Unterhaltung für die Zuschauer. Harte Duelle bestimmten das erste der beiden Rennen – vor allem für Christopher Zöchling. Der 33-Jährige musste sich im Kampf um Platz fünf über viele Runden hinweg den Attacken der Konkurrenz erwehren. Am Ende konnte sich der gebürtige Österreicher aber eindrucksvoll durchsetzen und überquerte als Fünfter die Ziellinie.

Für Sandro Kaibach im Porsche 911 GT3 Cup #10 ging es ebenfalls nach vorn. Der 24-Jährige war vom 18. Platz gestartet, suchte im Verlauf des Rennens aber stetig den Weg in die Top-15 – mit Erfolg. Dank Rang 13 sammelte Kaibach ausserdem Punkte für die Gesamtwertung. Christof Langer machte ebenso Plätze gut. Er kam auf Position 22 und damit als Achter der ProAm-Wertung ins Ziel.

Am Sonntag lief es hingegen nicht wie erhofft. Nachdem es am Morgen stark geregnet hatte, war die alles entscheidende Frage vor dem Lauf: Slicks oder Regenreifen? „Die Konkurrenz im Carrera Cup ist sehr stark, die Rennen immer hart umkämpft. Wenn man da gewinnen will, muss man Risiken eingehen. Das haben wir getan“, so der Teamchef über die Entscheidung, auf Slicks zu starten. Die Risikobereitschaft wurde jedoch nicht belohnt. Für Zöchling und Kaibach reichte es nur zu den Plätzen 15 und 21. Direkt hinter seinen Teamkollegen kam Langer ins Ziel und wurde damit fünftbester ProAm-Pilot.

„Wir haben gepokert, unsere Strategie hätte auch aufgehen können“, erklärt Zöchling. „Die Strecke ist aber leider nicht so abgetrocknet, wie wir uns das erhofft hatten. An einigen Stellen blieb es einfach nass, wie etwa auf der Start-Ziel-Geraden. Das ist natürlich enttäuschend, aber so ist Motorsport. Das Positive ist, dass wir Rang fünf in der Meisterschaft verteidigen konnten.“

Die nächste Chance auf Punkte hat FACH AUTO TECH schon in wenigen Tagen. Vom 1. bis 3. Oktober steht auf dem Sachsenring im Rahmen des ADAC GT Masters das siebte Rennwochenende des Porsche-Markenpokals an.

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