Hanafin und Honkavuori in Silverstone im Spitzenfeld

Eine aufregende Anfangsphase, spektakuläre Zweikämpfe und irrwitzige Überholmanöver: Das dritte Rennen des Porsche Mobil 1 Supercup in Silverstone hatte so ziemlich alles zu bieten, was ein gutes Rennen ausmacht. Mit Lorcan Hanafin und Jukka Honkavuori schafften zwei Piloten von FACH AUTO TECH den Sprung in die Top-10. Mit den Rängen sechs und sieben verbuchten sowohl der Brite als auch der Norweger ihre bisher besten Platzierungen im populärsten aller Porsche-Markenpokale.

Trotz des doppelten Top-10-Erfolgs seiner Mannschaft war Teamchef Alex Fach aber nur bedingt zufrieden. „Wir waren so schnell wie noch nie in Silverstone, hatten aber unheimlich viel Pech“, erklärte er nach dem Rennen. „Es ist auf der einen Seite enttäuschend, weil noch so viel mehr drin gewesen wäre. Auf der anderen Seite müssen wir uns glücklich schätzen, ordentlich gepunktet zu haben.“

Die beste Platzierung und damit das beste Gesamtergebnis der diesjährigen Supercup-Saison fuhr der Brite Lorcan Hanafin ein. Bei seinem Heimspiel in Silverstone gehörte er zu den Gewinnern des Starts, bei dem er sich um drei Plätze verbessern konnte. Nach einer frühen Safety-Car-Phase gelang es Hanafin, sich mit der Top-5-Spitzengruppe vom Rest des Feldes abzusetzen. Wegen eines Problems konnte er die Pace der Spitze jedoch nicht halten. Kurz vor der Zielgeraden wurde der 19-Jährige durch ein wahnwitziges Überholmanöver seines Gegners Bastian Buus – mit dem er sich die letzten Runden des Rennens einen unermüdlichen Zweikampf geliefert hatte – zum Zurückstecken gezwungen. Am Ende sah er die Zielflagge als Sechster und sicherte sich damit Platz zwei in der Rookie-Klasse.

Dicht hinter ihm überquerte Teamkollege Jukka Honkavuori als Siebter die Ziellinie und sorgte damit für das zweite Top-10-Ergebnis für das Schwyzer Team an diesem Tag. Der Finne, der von Rang zehn gestartet war, nutze das Chaos der anfänglichen Kollisionen für sich und fuhr sein bisher bestes Ergebnis ein. Nahezu über die komplette Renndistanz tobte ein enger Zweikampf zwischen ihm und dem vor ihm liegenden Rudy van Buren. Kontinuierliche Angriffe und der stetige Druck zahlten sich am Ende aus: „Ich hing hinter van Buren fest, aber in der vorletzten Runde konnte ich ihn mir schnappen und beendete mein Rennen auf Rang sieben. Das Auto fühlte sich sehr gut an und ich denke, dieses Ergebnis gibt uns Zuversicht für die nächsten Läufe“, so Jukka Honkavuori.

Rookie Alexander Fach brachte das Wochenende in Silverstone weniger Erfolg. Nach einem schwierigen Qualifying mit wechselnden Wetterbedingungen konnte er, trotz des guten Starts, gleich zu Beginn des Rennens einer Kollision zweier Fahrzeuge nicht ausweichen. „Uns ist der Kühler vorn links kaputtgegangen und wir mussten das Auto abstellen. Das ist natürlich immer hart und ich muss mich erst einmal davon erholen. Aber ich hoffe, dass ich es in Spielberg besser machen kann“, zeigte er sich zuversichtlich nach seinem missglückten Einsatz.

Kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Team aus Sattel nach dem ereignisreichen Wochenende in Silverstone. Vom 8. bis 10. Juli geht es zur nächsten Etappe des Porsche Mobil 1 Supercup nach Spielberg. Parallel dazu steht der Einsatz beim Porsche Sports Cup Suisse im italienischen Franciacorta auf dem Programm.

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